Therapiebegleithund

Thearpiebegleithund – Was ist das?

Therapiebegleithunde sind speziell ausgebildete und geprüfte Hunde, die zur tiergestützten Intervention eingesetzt werden. Die Ausbildung mit theoretischer und praktischer Abschlussprüfung ist sehr umfangreich. „Franzisko“ und ich haben in diesem Rahmen viele Seminarwochenenden, Hospitationen bei anderen Begleithundeteams, Videoaufzeichnungen + -reflektion der eigenen Arbeit und eine theoretische Hausarbeit zur Thematik absolviert. Zur Abschlussprüfung wurden ein schriftliches Konzept der zukünftigen Arbeit, eine mündliche Videoreflektion eines Einsatzes und ein praktischer Teil verlangt. Alles in allem sehr anspruchsvoll. Mensch und Hund lernen jedoch eine Menge übereinander und es ist erstaunlich, wie positiv das Feedback beim richtigen Einsatz eines Hundes sein kann. Auch bei Menschen, die sonst keinen oder nur selten Umgang mit Hunden haben.

Zertifikat und Ausweis
Zeugnis einer anspruchsvollen Ausbildung – Zertifikat und Ausweis des Theapriebegleithunde-Teams

Einsatzgebiete – Was wird gemacht?

Mein zertifizierter Therapiebegleithund-„Franzisko“ soll durch seine Anwesenheit und Interaktion mit Menschen – egal ob Kind, Erwachsener oder Senior – Teil eines therapeutischen oder pädagogischen Konzepts sein. Im Fokus stehen positive Auswirkungen auf die physische und die psychische Gesundheit. Der Hund „Fanzisko“ agiert dabei als idealer Begleiter – daher auch der Begriff „Therapiebegleithund“. Der Begriff „Therapie“ bezeichnet dabei nicht immer eine Therapie im eigentlichen Sinne. Unserer Arbeit beinhaltet sowohl therapeutische, als auch psychologische, pädagogische, sozialinteraktive oder betreuende und begleitende Maßnahmen. Die Ausgestaltung des Einsatzes richtet sich nach der Zielgruppe und wird entsprechend angepasst.

So gehören etwa Maßnahmen zur Prävention, Rehabilitation und zur Gesundheitsförderung zu unseren Aufgaben als Team. Wir können Menschen auf kognitiver und sozial-emotionaler Ebene begleiten und kleine Personengruppen mit Verhaltensstörungen oder motorischen Einschränkungen betreuen. Mein Vierbeiner war mit mir bereits in unterschiedlichsten Bereichen tätig. Wir arbeiten zum Beispiel mit Kindergartenkindern, Schulkindern und Senioren. Dabei sind allerdings die physische und kognitiven Leistungsgrenzen des Vierbeiners zu beachten. Bis zu zwei kurze (ca. eine Stunde) aber intensive Einsätze pro Woche mit einem Menschen oder mit einer kleinen Personengruppe sind realistisch, ohne das Tier zu überfordern.

 

Klienten – Mit wem wird gearbeitet?

Kinder lernen beispielsweise durch die Anwesenheit des Hundes Rücksicht zu nehmen und in begrenztem Maße Verantwortung zu tragen. Ist mein Vierbeiner im Raum, sind die Kinder im Allgemeinen aufmerksamer, ruhiger und es gibt weniger Auseinandersetzungen, der Stresspegel sinkt. Insbesondere Kinder verlieren schnell die Angst vor dem Hund und lernen den richtigen Umgang. Der Hund kennt keine Vorurteile, hat keine Erwartungen und ist stets freundlich gesinnt. Er vermittelt, Aufmerksamkeit, Sicherheit, Nähe, Geborgenheit, Anerkennung und Freude.

Im Pflegeheimeinsatz bringt der Therapiehund durch seine Zuneigung und Lebendigkeit etwas Mobilität und Lebensfreude zurück. Die Bewohner im Seniorenheim gewinnen ein Stück Lebensqualität , denn ihre Aufmerksamkeit belohnt „Franzisko“ mit Zuneigung und Begeisterung.

Hund und Hand
Ein Therapiebegleithund muss immer cool bleiben – auch mit Leckerei auf den Pfoten.